Tscherms
Nur wenige Kilometer entfernt von Meran präsentiert sich die Gemeinde Tscherms als recht beschaulich und ruhig. Die Südtiroler Gemeinde lag über Jahrzehnte hinweg an der bekannten Verbindung der Lokbahn Lana-Meran. Die Einwohner von Tscherms, die überwiegend Deutsch sprechen, sind auf Grund ihrer Gastfreundlichkeit und Herzlichkeit in ganz Südtirol bekannt. Während der jahrhundertalten Geschichte haben sich zahlreiche Zeitzeugen in Tscherms, das übrigens auch als Cermes bekannt ist, niedergelassen. Zu ihnen muss insbesondere das Schloss Lebenberg gezählt werden. Dieses architektonische Meisterwerk soll den Aufzeichnungen zufolge aus dem 13. Jahrhundert stammen und wurde nach Anweisung der Herren von Marling erbaut. Ab dem Jahr 1426 befand sich das Schloss in den Händen von den Herren von Fuchs. Bemerkenswert ist insbesondere die Schlosskapelle, die sich für Tscherms zu einer Art Wahrzeichen entwickeln konnte. Sie stammt vermutlich aus dem 14. Jahrhundert und erreicht mit drei Geschossen eine beachtliche Höhe.
Einer der bekanntesten Söhne von Tscherms ist der populäre Schriftsteller Oswald Egger, der im Jahr 1963 in der Gemeinde geboren wurde und mit seinen Werken zahlreiche Generationen begeistern kann. Die Umgebung der Gemeinde wird durch Weinberge geprägt, die eine alte Tradition haben und noch heute von liebevoller Hand bewirtschaftet werden. Die Weinberge sind der Grund für eine enge Freundschaft zwischen dem Südtiroler Tscherms und dem bayerischen Altomünster. So soll das Kloster Altomünster einst über Weinberge in Tscherms verfügt haben. Bis in das frühe 17. Jahrhundert soll Mess- und Trinkwein, der im Kloster Verwendung fand, aus dem Südtiroler Tscherms nach Bayern gebracht wurden sein.
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