Marling

Von Matthias Süß

Nur wenige Kilometer von Meran entfernt befindet sich die kleine Gemeinde Marling, die bei den Einheimischen auch unter dem Namen Marlengo bekannt ist. Auf einer Höhe von 363 m über dem Meeresspiegel heißen rund 2200 Einwohner die Gäste von Marling willkommen. Die Hügel, die die kleine Gemeinde einrahmen, werden durch Weinberge und Obstkulturen charakterisiert und vermitteln ein doch recht ursprüngliches Bild des Südtiroler Ortes. Bekannt ist dieser Landstrich insbesondere wegen dem Marlinger Waalweg, der sich oberhalb von der Gemeinde entlang der ausgedehnten Berglehne erstreckt. Ausgehend von dem Waalweg hat man einen wunderschönen Blick auf die gesamte Gemeinde. Das Wahrzeichen von Marling ist jedoch nicht dieser Wanderweg, sondern eine Kirche, die aus der Zeit der Neugotik stammt und durch ihre architektonischen Eigenschaften begeistert. Es handelt sich um die bekannte Pfarrkirche Maria Himmelfahrt. Der Bau des Gotteshauses wird heute auf das 19. Jahrhundert datiert.
Einige Merkmale der Kirche sind jedoch wesentlich älter und lassen sich auf die Ersterbauung im 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Marling erlangte durch ein Lied von Franz Liszt weltweiten Ruhm. In seinem Stück „Glocken von Marling“ ehrte er das architektonische Meisterwerk des Ortes. Zahlreiche Anfahrtsmöglichkeiten bieten sich heute in Verbindung mit der kleinen Gemeinde an. Am schnellsten erreicht man den Ort über die Schnellstraße, die direkt von Meran nach Marling führt. Bis zum Jahr 1950 konnte man die Südtiroler Gemeinde auch mit der Lokalbahn erreichen. Dieser Dienst wurde nicht vollkommen eingestellt, sondern wird heute von einigen Verkehrsbussen übernommen. Besonders ansprechend sind die Ausflugsmöglichkeiten in der Region von Marling, die sich alle zu Fuß oder auf dem Sattel des eigenen Fahrrades erreichen lassen.

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